16. April 2018

Schaffung von Transparenz in PES Projekten durch Soziale Netzwerkanalyse


von Barbara Schröter

Zahlungen für Ökosystemleistungen (oder kurz PES, als Kürzel des englischen Ausdrucks Payments for Ecosystem Services) sind Politikinstrumente, bzw. ökonomische Anreizinstrumente. „Landnutzer erhalten eine Zahlung, um die negativen Auswirkungen auf ÖSL zu vermindern oder durch ihr Handeln Ökosystemleistungen und Biodiversität zu erhalten oder wiederherzustellen (Matzdorf 2014).“ PES bieten somit Möglichkeiten, Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen, ökologische und gesellschaftliche Ziele zusammenzubringen und sowohl Ökosysteme zu schützen als auch soziale Bedingungen zu verbessern (beispielsweise durch finanziellen Zuverdienst). Allerdings werden sie oft als „von oben“, von Politik verordnet, empfunden, vorbei an der Realität, ungerecht im Prozess und in der Verteilung, und ohne die Beteiligung aller involvierten Interessensgruppen. Bei solch schlechtem Image wird auch die Umsetzung schwierig.

Was kann man also tun, um das Design von PES und ihre Umsetzung zu verbessern? Wie kann man die betroffenen Interessensgruppen beteiligen und mitnehmen? Wie können Strukturen transparent gemacht werden? Wie kann für Gerechtigkeit gesorgt werden?

Eine Kernaufgabe ist die Schaffung von Transparenz, indem man das soziale Netzwerk sichtbar macht, das hinter dem PES steht. Dazu wird eine Soziale Netzwerkanalyse durchgeführt, eine Methode, mit der Akteure und ihre Beziehungen (z.B. Geldflüsse oder die Weitergab

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9. April 2018

Symbolische Arten als kulturelle Ökosystemleistung in den Alpen


von Uta Schirpke

Pflanzen und Tiere sind auf vielfältige Weise mit der menschlichen Kultur verflochten und können soziale und politische Einstellungen als auch gesellschaftliche Werte darstellen. Sie tragen dazu bei, die Gefühle, Erfahrungen, Gedanken, Werte und kulturelle Identität zu prägen, was sich in Kunst, Literatur und Sprache, Mythologie und Religion, Musik, Politik und bei weltweiten Veranstaltungen widerspiegelt. Pflanzen und Tiere können von symbolischer Bedeutung für einen bestimmten Ort sein und aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen einen Teil der kulturellen Identität und Erbe auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene repräsentieren und sind für Menschen von anderen Orten erkennbar. Beispielsweise wird das Edelweiß stark mit den Alpen assoziiert (Abb. 1) und dazu genutzt, Reiseziele in den Alpen zu vermarkten. Es tritt auch in alpiner Folklore auf und Produkte oder Hotels sind nach dem Edelweiß benannt.

Abb. 1: Steinbock und Edelweiß sind wichtige Symbole der Alpen. Fotos: Uta Schirpke

Obwohl symbolische Werte als kulturelle Ökosystemleistung z.B. in CICES angeführt werden, gibt es bisher wenige Studien dazu. Wir haben daher am Beispiel der Alpen die räumliche Verteilung von ausgewählten symbolischen Arten berechnet und zu einem Index zusammenge

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26. März 2018

Wie Ökosystemleistungen über weite Distanzen fließen


von Matthias Schröter

Dass Ökosystemleistungen in einem Gebiet bereitgestellt, und in einem anderen genutzt werden, ist seit längerem bekannt und wird in verschiedenen Disziplinen erforscht. Wenig untersucht ist jedoch der Umfang, in dem einzelne Länder verschiedene Ökosystemleistungen entfernter Regionen nutzen. Informationen dazu könnten eine Bereicherung etwa von nationalen Assessments darstellen. Das Thema interregionale Flüsse von Ökosystemleistungen bekommt auch besondere Aufmerksamkeit in den jetzt erscheinenden Berichten des Weltrates für Biodiversität und Ökosystemleistungen (IPBES).

In der interdisziplinären Arbeitsgruppe sTeleBES, die vom Synthesezentrum sDiv des Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) gefördert wurde, haben wir uns dieses Themas angenommen und die ersten Resultate nun in einer Studie in der Zeitschrift Ecosystem Services (open access) publiziert.

In einem konzeptionellen Framework fassen wir zusammen, welche Elemente wichtig sind um den Prozess interregionaler Flüsse von Ökosystemleistungen besser zu verstehen. Dazu gehören Treiber und Effekte dieser Flüsse in den sendenden und den empfangenden Systemen. Wir unterscheiden dabei vier verschiedene Typen von Flüssen: 1) geh

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19. März 2018

Biodiversitäts-Ausgleich


von Wolfgang Wende

Die Biodiversitätsstrategie der Europäischen Union sieht vor, den Rückgang der Biodiversität bis 2020 aufzuhalten. Eine der Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels ist die Initiative für ein No-Net-Loss, das heißt keinen weiteren Nettoverlust mehr von Ökosystemen und Ökosystemleistungen. (mehr …)

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5. März 2018

Wechselwirkungen zwischen Ökosystemleistungen: Was fehlt uns für ein systematisches Verständnis?


von Anna Cord und Martin Volk

Viele Ökosystemleistungen stehen in direktem oder indirektem Zusammenhang miteinander. Beispielsweise ‚konkurrieren‘ Nahrungsmittelproduktion und Bereitstellung von Trinkwasser in vielen Fällen miteinander (‚Trade-offs‘). Andere Ökosystemleistungen wie Kohlenstoffspeicherung und Klimaregulierung dagegen basieren auf ähnlichen Ökosystemfunktionen und -prozessen und sind daher in den meisten Fällen positiv miteinander verknüpft (‚Synergien‘). (mehr …)

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12. Februar 2018

Bestimmung des Wertes der Ökosystemleistung „Erholung“ deutscher Nationalparks mit Hilfe der Reisekostenmethode


von Marius Mayer und Manuel Woltering

Nationalparks als großflächige Schutzgebiete stehen für eine Reihe unterschiedlicher Ökosystemleistungen: Neben regulierenden und unterstützenden Leistungen (z.B. Biodiversitätserhalt, Grundwasserdargebot) stehen sie auch für kulturelle Ökosystemleistungen, indem sie vielfach als naturtouristische Destinationen und Ziele für Naherholung in Wert gesetzt werden. (mehr …)

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5. Februar 2018

Flüsse und Bäche – ein Modell zeigt wo Erholung relevant und möglich ist


von Sven-Erik Rabe

Erholung gewinnt in der Gewässerentwicklung zunehmend an Bedeutung. Ein experten- und geodatenbasiertes Bewertungsmodell ermöglicht es, das Erholungspotenzial von Fließgewässern abzubilden – effizient, präzise und nah an den Bedürfnissen der Erholungsuchenden.

Erholung ist ein menschliches Grundbedürfnis und notwendig für die körperliche und psychische Regenerierung. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass naturnahe und als natürlich wahrgenommene Gebiete die Erholung besonders fördern. Das gilt insbesondere für Gewässer.

Der Kanton Zürich plant in den kommenden Jahren verschiedene Maßnahmen an Gewässern und in ihrem näheren Umfeld. Dazu gehören die Revitalisierung vieler Fließgewässer und die Neugestaltung ihrer Uferbereiche um den Gewässern mehr Raum zu geben. Dabei sind neben dem Hochwasser- und dem Naturschutz sowie der Energiegewinnung auch die Bedürfnisse der Bevölkerung und insbesondere die Möglichkeit zur Naherholung relevant.

Wer für die Gewässerentwicklung verantwortlich ist, stellt sich derzeit folgende Fragen:

  • Wo sollen mit welchen Zielen welche Maßnahmen realisiert werden?
  • Wo ist die Nachfrage nach Erholung besonders hoch?
  • Wo ist die Erholungseignung schon heute besonders gut?
  • Wo lässt sich mit einfachen Maßnah

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    Informatives Video! Schön gemacht!...

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    Freut mich, dass es gefällt! Viel Spaß beim Bloggen!...

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    Schön, dass es jetzt einen deutschsprachigen Blog zu ÖSL g...